| < zurück | |
| Christentum - Heilige | |
(v. hebr. Johanan, Jahwe ist gnädig und Pomuk, ein Ort bei Pilsen in Böhmen (heute Nepomuk, Tschechische Republik; Nepomuk = einer aus Pomuk (tschech.)); häufig nur Nepomuk genannt) Ein Generalvikar, der im 14. Jahrhundert im Erzbistum Prag wirkte. Um 1350 kam Johannes in Pomuk in Böhmen als Sohn eines Richters namens Welfin zur Welt. 1370 trat er als Kleriker in den Dienst des Erzbistums Prag, wo er als Notar am erzbischöflichen Gericht tätig war. An der Universität zu Prag studierte er Kirchenrecht, in Padua (Italien) promovierte er im Fach Kirchenrecht.
1389 wurde Johannes Nepomuk Generalvikar des Erzbischofs Johann von Jenzenstein. Durch dieses Amt wurde er in den Konflikt zwischen dem Erzbischof und dem böhmischen König Wenzel IV. hineingezogen.
|
Schon um 1600 wurde Johannes Nepomuk in Böhmen als Landesheiliger verehrt, mit dem böhmischen Adel fand der Kult auch an anderen Orten Europas Verbreitung.
|
Johannes Nepomuk wird auf verschiedene Weise darstellt, sehr häufig sind Statuen dieses Heiligen an Brücken, deren Patron er ist. Oft sieht man ihn mit einem Finger am Munde, was auf das Beichtgeheimnis hindeutet, dazu mit Kruzifix und der Palme des Märtyrers. Auch erwähnte Sterne finden sich, um das Haupt des Heiligen gruppiert, außerdem Brücke und Fluß. Noch andere Darstellungen zeigen Johannes Nepomok, wie er gerade der Königin die Beichte abnimmt.
Besonders bekannt ist Johannes Nepomuk als Brückenheiliger. Außerdem ist er Patron von Böhmen, der Priester und Beichtväter, der Schiffer und der Flößer und der Müller. Er schützt vor Verleumdung, hilft bei der Wahrung des guten Rufes, verhilft zu Verschwiegenheit und Haltung des Beichtgeheimnisses und steht gegen Wassergefahren bei, zudem schützt er das Eigentum. Weiter ist er zweiter Patron des Jesuitenordens und Patron des Hauses Habsburg. (SCHAUBER, 127)
Sein Tag ist der 16. Mai.
Die Heiligen im Jahreslauf
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember