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| Christentum - Heilige | |
(lat. der Blühende) Dieser volkstümliche Heilige soll im 3. Jahrhundert in Zeiselmauer bei Wien geboren sein. Christlich erzogen trat er ins römische Heer ein, wurde Offizier und leitete die Kanzlei des Statthalters in Lauriacum (Lorch, Oberösterreich). Anfang des 4. Jahrhunderts sei er der Christenverfolgung unter Diokletian zum Opfer gefallen sein.
Sein Martyrium war von gräßlichen Martern begleitet, endlich wurde er, um den Hals einen Mühlstein, in der Enns ertränkt. Seine Leich wurde von den Fluten auf einen Felsen gespült und dort von einem Adler bewacht, ehe die fromme Valeria ihn auffand und bestattete.
Mit ihm starben 40 weitere Christen, deren Überreste um die Mitte des 20. Jahrhunderts entdeckt wurden und im Hochaltar der Lorcher Basilika ihre Ruhestätte fanden.
Über Florians Grab errichtete man auf Betreiben der Passauer Bischöfe das Chorherrenstift St. Florian. Im 13. Jahrhundert sollen seine Reliquien aufgefunden worden sein, Teile davon gelangten nach Rom und nach Krakau. Der Mühlstein, mit dem Florian ertränkt wwurde, befindet sich heute in der Krypta der Stiftskirche St. Florian bei Linz.
Als Jugendlicher soll Florian durch Gebete ein brennendes Haus gelöscht haben, deshalb bezeichnen sich Feuerwehrleute auch als Floriansjünger.
Das St. Floriansprinzip zeugt von seiner Volkstümlichkeit:
St. Florian, ich fleh’ dich an,
zünd’ meines Nachbarn Häuschen an
oder
Heiliger St. Florian,
verschon mein Haus —
zünd andere an (aus Südbaden, Lesermitteilung)
Dargestellt wird Florian als Soldat mit Banner und Lanze, mit Mühlstein und Wasserkübel.
Er ist Patron Oberösterreichs, von Bologna und Krakau, der Feuerwehrleute, Kaminkehrer, Böttcher, Hafner und Bierbrauer, der Schmiede und Seifensieder. Angerufen wird er gegen Feuersbrunst und Überschwemmung wie gegen Dürre und Unfruchtbarkeit (der Felder) und zur Linderung von Brandwunden.
Sein Tag ist der 4. Mai.
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