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| Christentum - Heilige | |
(lat. Gregorius, der Wachsame) Ein 1020 oder 1025 in der Toskana geborener Papst, sein Geburtsname ist Hildebrand.
Gregor war ein sehr machtbewußter Mann. Er duldete nicht länger, daß sich andere Bischöfe mit dem Titel Papst anreden ließen, der allein dem Bischof von Rom vorbehalten sei.
Er ordnete an, daß die Messe überall nach römischen Brauch abzuhalten und in lateinischer Sprache zu lesen sei. Nach Gregor war niemand Katholik, der es nicht mit der römischen Kirche hält.
Nach Grundsatz Gregors hat die römische Kirche niemals geirrt und wird niemals irren. Er maßte sich das Recht an, nach Belieben Untertanen von ihrem weltlichen Fürsten gegenüber geleisteten Treueiden zu lösen. Er meinte in einem Brief an Heriman, den Bischof von Metz, der Teufel habe die Monarche erfunden.
Gregor VII. lag mit dem Kaiser Heinrich IV. wegen der Investitur im Streit, als wegen der Frage, ob weltliche Fürsten Bischöfe einsetzen dürften oder nicht. Er zwang Heinrich zum Gang nach Canossa, mußte aber schließlich vor dem in das von Normannen (unter Robert Guiscard) beherrschte Salerno fliehen.
Auf der Synode von 1080 ließ Kaiser Heinrich IV. Papst Gregor VII. absetzen und Guibert von Ravenna wurde als Klemens III. Papst.
Wegen dieser Handlung hatte Gregor übrigens Heinrich den Tod binnen eines Jahres prophezeit, was allerdings nicht eingetreten ist, DE ROSA, 81)
Gregor VII. sagte man nach, er sei ein Diener des Teufels gewesen, dem er Messen gelesen und geopfert habe. Zudem habe er tödliche Tränke aus dem Blut von Kindern gebraut. Durch Einführung des Zölibats und des Fastengebots habe er gesorgt, daß dem Teufel immer genügend Seelen zukommen. Gregor soll auch einen Zauberspiegel besessen haben, in dem er seinen Gegner Heinrich IV. genau beobachten konnte. Als Gregor aber dem Teufel die Ermordung des Kaisers befahl, habe der das nicht gekonnt, da der Kaiser göttlichen Schutz genieße. Daraufhin sei Papst Gregor VII. wütend auf seinem Zauberbuch herumgesprungen. (KIESEWETTER, Faust in der Geschichte und Tradition, Leipzig 1393, S. 123, n. HABIGER-TUCZAY, 109) Kardinal Beno behauptete in seiner Schrift Vita et Gesta Hildebrandi (verfaßt vor 1098), Hildebrand (Gregor VII.) habe von Benedikt IX. die Teufelskunst gelernt und der habe sie seinerseits von Sylvester II. (ebd., 77)
Am 25. Mai 1085 starb Gregor in Salerno und wurde im Dom S. Matteo bestattet. In Salerno steht auch der Thron des exilierten Papstes.
Sein Tag ist der 25. Mai.
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