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| Christentum - Heilige | |
(lat. Castulus) Er soll der Kämmerer des römischen Kaisers Diokletian gewesen sein. Anders als sein Kaiser, welcher als Gegner und Verfolger der Christen gilt, hing Kastulus selbst diesem Glauben an. Als dieses herauskam, soll Kastulus zum Tode verurteilt worden sein. Seine Martyrium sei erfolgt, indem man ihn lebendig vergrub. Dieses grausige Ereignis soll sich im Jahre 286 ereignet haben.
Über seiner Grabstätte errichtete man im siebten Jahrhundert eine dem Kastulus geweihte Kirche. Seine sterblichen Überreste barg man und sie gelangten im achten Jahrhundert als Reliquien ins bayerische Moosburg bei Freising, wo man ein Kastulus-Münster errichtete. Viel später, 1604, übertrug man die Reliquien in die Kirche St. Martin in Landshut (Bayern).
Kastulus wird als Schutzpatron gegen Blitzschlag und Wassergefahren angerufen, zum Schutz der Pferde vor Diebstahl und allgemein von Hirten. Dargestellt wird er als Römer, mit der Palme des Märtyrers und mit einem Spaten als Instrument seiner Hinrichtung.
Sein Tag im Kalender der Heiligen ist der 26. März. In Moosburg findet alljährlich am ersten Sonntag im Monat Juli eine Prozession zu Ehren des Kastulus statt.
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