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 Christentum - Heilige
 
 

Patrick

Um 385 in England, gest. um 461

Patrick wurde 432 Nachfolger des Palladius, dem ersten Bischof von Irland. Bereits als Kind hatten ihn Piraten auf die grüne Insel verschleppt und hielten ihn dort sechs Jahre in Sklaverei. Endlich gelang Patrick die Flucht und er wurde Mönch in Frankreich (nach anderer Auffassung litt er aber keineswegs unter Sklaverei, sondern genoß eine Ausbildung durch irische Druiden).

Zurück in Irland begann er im Norden seine Missionstätigkeit und gründete 444 den Bischofssitz Armagh.

Patricks Mission war erfolgreich, so daß Armagh weitere christliche Zentren folgte und Irland schon bald als „Insel der Heiligen” bekannt war. Allerdings beklagte noch im 12. Jahrhundert der heilige Bernhard, in Irland habe das Christentum noch immer kaum an Boden gewonnen.
Um 461 starb Patrick.

Reliquien Patricks, ein Zahn des Missionars und eine von ihm benutzte Glocke, wird heute im Nationalmuseum zu Dublin verwahrt.

Dargestellt wird Patrick als Bischof mit Kleeblatt, bei der Krankenheilung, mit Schlangen oder mit Vieh.

Er ist Patron Irlands, der armen Seelen, gegen Ungeziefer, Krankheit des Viehs und gegen bösen Einfluß. Er betreut die Berufe des Schmiedes, der Bergleute, Böttcher und der Friseure. Patrick wird auch mit Quellen in Verbindung gebracht (SCHAUBER, 73)

Patricks Tag ist der 17. März, der besonders in Irland feierlich begangen wird.
An seinem Feiertag, dem St. Patrick’s day, tragen viele Iren sein Abzeichen, das Kleeblatt, am Hut. Patricks Verehrung breitete sich im Mittelalter über ganz Westeuropa aus, später mit irischen Auswanderern auch nach Australien und Nordamerika.

In England kam seit dem sechzehnten Jahrhundert der Spottname „Paddy” für alle Iren auf. Mit „Paddy” ist nichts anderes gemeint als der irische Nationalheilige Paatrick. In ähnlicher Weise gerieten auch St. Michael (für die Deutschen) und St. Wenzel (für die Tschechen) zu Schablonen bürgerlicher Satire. (BORST, 309).

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