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 Christentum - Heilige
 
 

Gertrud von Helfta

(auch Gertrud die Große, Gertrude, 1256 bis 1302; Name von ahd. ger, „Speer” u. drud, „Kraft”) Eine Mystikerin des Mittelalters.

Die am 6. Januar 1256 als Tochter einer thüringischen Adelsfamilie geborene Gertrud wurde schon als fünfjähriges Mädchen in das Zisterzienserinnenkloster Helfta gegeben (heute liegt das Kloster in der Stadt Eisleben, Sachsen-Anhalt). Sie erhielt eine vorzügliche theologische und humanistische Ausbildung und trat im Alter von fünfundzwanzig Jahren als Nonne in das Kloster ein.

Am 27. Januar 1281 erlebte Gertrud ihre erste Heilands-Version, derer sie bis an ihr Lebensende am 13. November 1302 eine ganze Reihe hatte. 1289 begann Gertrud mit der Niederschrift ihrer Visionen, ihre Schriften Gesandter der Gottesliebe (auch: Bote der göttlichen Frömmigkeit) und Geistliche Übungen begründeten ihren Ruf als eine der größten deutschen Mystikerinnen. Überdies verfaßte sie mehrere Anrufungen der Herz-Jesu-Litanei und bereitete damit der Herz-Jesu-Verehrung den Boden.

1738 wurde Gertrud von Helfta in den Kalender der Heiiligen aufgenommen, besondere Verehrung genoß und genießt sie in den der spanischen Krone unterstehenden Ländern.

Festtag der Gertrud von Helfta ist der 17. November, ein weiterer Gedenktag ist der 16. November.
Sie ist Patronin von Peru und Tarragona, dargestellt wird sie als Nonne und Äbtissin, mit Kruzifix, feurigem Herzen, Buch und Feder und sieben Ringen an ihrer rechten Hand sowie mit Spruchband und bei einer ihrer Visionen.

 

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