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 Christentum - Heilige
 
 

Siricius

(Papst 334 bis 399) Der um das Jahr 334 in Rom geborene Siricius trat 334 die Nachfolge von Damasus I. als Bischof von Rom an. Er bemühte sich besonders um den Primat des Papstes vor den den übrigen Bischöfen der Christenheit sowie um die Einheit im Glauben. Am 26. November 399 starb Siricius in Rom, ihm folgte Atanasius I.

Als erster Bischof von Rom gab er sich den Titel „Papst”. (BAIGENT u. LEIGH, 363)

Andererseits verweigerte Siricius die Verurteilung des Bischofs Bonosius als Irrlehrer. Dazu habe er kein Recht, das sei Sache der Provinzbischöfe. (de ROSA, 256)

In der Sache des Zölibats vertrat Siricius eine klare Haltung, sah aber wohl keine Möglichkeit, diese überall in der Christenheit der Geistlichkeit aufzuzwingen.
Verheiratete Priester soll er ermahnt haben, nicht mehr im ehelichen Bett zu schlafen. Es schmerze ihn, daß Kleriker in Spanien sexuellen Umgang mit ihren Frauen pflegten und er meinte, Bischöfe, Priester und Diakone sollten nicht weiter „solcher Sittenlosigkeit” frönen. Andererseits schrieb er aber 386 den afrikanischen Bischöfen, der Zölibat sei dort wohl nicht allgemein üblich und er habe keine Macht, außerhalb seiner Rechtshoheit seine Ansichten durchzusetzen. (de ROSA, 493f.)

Gegenüber der weltlichen Macht stellte Siricius seine Ansprüche klar, als er gegen die Hinrichtung des zum Ketzer erklärten Priscilian durch den römischen Kaiser Maximus, der in Trier residierte, protestierte. Er erhob Einspruch, weil das Urteil durch eine weltliche Instanz und nicht durch einen kirchlichen Gerichtshof erwirkt wurde. (BAIGENT u. LEIGH, 47)

Scharf wandte er sich gegen den Manichäismus sowie andere von ihm als Irrlehren erkannte religiöse Strömungen.

Sein Tag ist der 26. November.

 

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