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| Christentum - Heilige | |
(Edmund engl. Besitz und Schutz) Ein König, der vermutlich 841 in England geboren wurde und 869 oder 870 als Märtyrer starb.
Im jungen Alter von etwa fünfzehn Jahren war Edmund König von Ostanglien geworden, gekrönt haben soll ihn Bischof Humbert. 869 oder 870 geriet beim Einfall der Dänen in deren Gefangenschaft. Die Dänen verlangten von Edmund, er solle seinem christlichen Glauben entsagen, doch verweigerte er dieses und wurde darum in Hellesdon in Norfolk gefoltert und schließlich enthauptet. (SCHAUBER, 365 u. 366)
Beigesetzt wurde Edmund zunächst in einer kleinen Holzkappele nahe seines Sterbeortes, um 915 wurden seine sterblichen Überreste nach Bedricsworth überführt, das nach ihm den Namen Bury St. Edmunds erhielt. In England sind Edmund mehr als sechzig Kirchen geweiht. (ebd.)
Nach anderer Darstellung soll es sich bei Edmund um eine christliche Version eines heidnisch-keltischen Gottes handeln, der im Gebiet des späteren Bury St. Edmunds verehrt wurde. Seine Legende sei frei erfunden. Bei seiner Marter wurde Edmund an einen Baum gebunden und von zahlreichen Pfeilen durchbohrt, wie es auch von anderen keltischen Erlöser-Gottheiten überliefert ist. Indizien dafür sollen der Wolf und die drei Kronen in Edmunds Wappen sein. Der Wolf, der den Kopf des Märtyrers hält, sei eine Anspielung auf die mythische Rolle des Wolfes als Totenwächter, die drei Kronen sollen die Dreifache Göttin symbolisieren. (WALKER, 185)
Zum Kult Edmunds gehörte das jährliche Vorzeigen eines weißen Stieres. Dieser wurde von Frauen mit Kinderwunsch gestreichelt, weil einem zum Sterben verurteiltem Gott besondere Fruchtbarkeit zu eigen sei, welche den Frauen die ersehnte Schwangerschaft gewähren sollte. Der Stier stehe dann für diesen Gott bzw. Edmund. (ebd.)
Dargestellt wird Edmund als König und Ritter, mit Bär, Wolf und Pfeilen. Als Schutzpatron wird er gegen die Pest angerufen. (SCHAUBER, 365)
Sein Tag ist der 20. November, der Übertragung seiner Gebeine wird am 29. April gedacht.
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