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 Christentum - Heilige
 
 

Ida von Toggenburg

(auch Idda, Itha, Itta, Ydda, ahdt. „die Seherin”) Die vermutlich um 1140 als Tochter des Grafen von Kirchberg geborene Ida war laut ihrer 1481 von Albrecht von Bonstetten verfaßten Vita (Lebensbeschreibung) Gattin des Grafen von Toggenburg (BBKL, II (1990), Sp. 1251). Sie zog als Inklusin in die Nähe des Benediktinerinnen-Klosters Fischingen im Kanton Thurgau (Schweiz). Sie starb 1226 (?) und wurde später an einem 3. November im Kloster bestattet, wie es heißt von ihrem Sohn.

Während ihrer zweiten Ehe hatte Ida einmal ihren Ehering vermisst, den ein Rabe gestohlen hatte, und sie wurde von ihrem Mann der Untreue bezichtigt. Während sie selbst sanfter Natur war, soll ihr Gatte ein jähzorniger Mann gewesen sein, und er stürzte sie wutentbrannt aus dem Fenster. Zu ihrem Glück wurde der Sturz von Dornengestrüpp gemildert und Ida floh zerschrammt, aber lebendig in den Wald. Weil sie im Überleben des Sturzes ein Wunder sah, hauste sie fortan einsam in einer selbstgebauten Laubhütte, trank aus einer Quelle und nährte sich von Beeren und Wurzeln.

Ihren Mann reute wohl seine Grobheit, denn wenn er sie auch nicht zur Rückkehr bewegte, so ließ er ihr doch in der Nähe des Klosters am Fuß des Hörnli-Berges eine Klause errichten, wo Ida fortan als Inklusin lebte.

Dargestellt wird Ida von Toggenburg in reicher Kleidung, als Nonne, mit dem Raben oder dem Hirsch, dessen Geweih leuchtet. Ida ist — in der Diözese Basel — Schutzpatronin, wenn man ein entlaufenes Tier sucht (SCHAUBER, 342). Ein Buchuntertitel nennt sie „Beschützerin der Armen, Kranken und Sterbenden” (LÜTHOLD-MINDER, 2002).

Ihr Tag ist der 3. November.

 

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