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 Christentum - Heilige
 
 

Willibrord von Echternach

Der 658 in Northumbria, England geborene Willibrord trat 678 im Kloster Ripon, England, dem Benediktinerorden bei. 678 empfing er im irischen Kloster Rathmelsigi die Priesterweihe und begab sich wenig später mit Erlaubnis und Schutz des fränkischen Königs Pippin (dem Mittleren) und des Papstes auf Missionsreise zu den Friesen und den Dänen.

Am 21. November wurde Willibrord zum Erzbischof der Friesen geweiht, seine Kirche errichtete er in Utrecht. Seine Unternehmung beflügelte die Schenkung des Klosters Echternach (Luxemburg) durch Irmina von Öhren, das zum Zentrum der Friesenmission wurde. Auch unterstützte ihn ab 714 (719) der Bonifatius, als er seine Mission nach politisch bedingter Unterbrechung wiederaufnahm.

Zwischen 690 und 714 verschlug ihn während einer Missionsreise zu den Dänen ein Sturm auf die von Friesen besiedelte Insel Fositesland (Helgoland). Hier befand sich ein Heiligtum des Gottes Fosite. Ungeachtet Willibrord das heilige Vieh des Fosite geschlachtet hatte, traf ihn nicht die erwartete Strafe, nicht einmal, als er drei Friesen in der heiligen Quelle getauft hatte, deren Wasser man sonst nur schweigend zu schöpfen wagte.

Beunruhigt sandten die Einwohner der Insel Nachricht an ihren König Radbod, der darüber neunmal die Lose warf, aber nur einen der Begleiter töten lassen konnte. Willibrord stand allerdings unter dem Schutz des mächtigen Frankenkönigs Pippin (Herrmann 1994, 224f.). Um 785 setzte Liudger das Missionswerk Willibrords auf ebd., 225).

Am 7. November 739 verstarb Willibrord im Kloster Echternach.

Willibrord wird als Bischof oder Abt dargestellt, mit Buch, Quelle, Kind, Krügen, Götterbildern, Kreuzstab sowie als Gründer mit Kirchenmodell.

Er ist Patron von Luxemburg, der Diözesen Luxemburg, Utrecht und Harlem und wird gegen Epilepsie angerufen. Gegen Hautkrankheiten soll das Wasser aus den Willibrordi-Brunnen helfen (Schauber 1994, 348).

Willibrords Tag ist der 7. November.

 

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