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 Christentum - Heilige
 
 

Lullus

(auch Lul, Lull) Der erste Erzbischof von Mainz.

Der um 710 im englischen Wessex geborene Lullus begann seine geistliche Karriere als Mönch im Kloster Malmesbury, ehe er sich dann der Germanenmission des Bonifatius, der sein Vetter war, anschloß.
752 erhielt Lullus seine Weihe zum Chorbischof, 754 wurde er Bischof von Mainz (heute Deutschland, Rheinland-Pfalz). 781 wurde Mainz von Papst Hadrian I. zum Erzbistum erhoben, dessen erster Erzbischof somit Lullus wurde.
Lullus hatte in Sturmi, dem Abt des Klosters Fulda, einen Widersacher, da der gegen den Willen des Bischofs auf die Eigenständigkeit seines Klosters bestand. Lullus gab nach und gründete in Bad Hersfeld (Hessen) ein eigenes Kloster. Dort verstarb er am 16. Oktober 786 und wurde dort zunächst auch beigesetzt, ehe seine Gebeine 851 in eine neue Kirche überführt wurden.
Die Grabstätte des Bischofs wurde Ziel einer Wallfahrt, welche sich zu einem Volksfest entwickelte. Das in der Woche um den 16. Oktober gefeierte Lullusfest ist das älteste Volksfest Deutschlands.

Lullus wird als Erzbischof (mit Pallium) am dargestellt, am Schreibpult arbeitend.

Tag des Lullus ist der 16. Oktober.

 

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