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| Christentum - Heilige | |
(auch Vendel, Wendel, Wendalin, Wandelin, Wandalin, Wyndelinus) Ein besonders im Saarland sehr volkstümlicher Heiliger, dessen Lebensgeschichte aber überwiegend legendarisch ist. Dieser Legende nach lebte Wendelin im sechsten Jahrhundert als Zeitgenosse des Bischofs Magnerich von Trier (zwischen 560 und 580) als Hirte und Einsiedler in den Vogesen. Dorthin (oder nach Trier) soll er, der eigentlich ein schottischer Königssohn gewesen sei, gekommen sein, nachdem er eine Wallfahrt nach Rom unternommen hatte. Später soll Wendelin Abt des Klosters Tholey (Saar) geworden sein, wo er 617 verstorben sei.
Seine Grabstätte wurde zu einem bedeutenden Wallfahrtsort, wie seit dem Jahr 1000 bezeugt ist. Aus dem Ort entwickelte sich das spätere St. Wendel, noch heute ist die Wallfahrtskirche besuchtes Pilgerziel.
Außer im Saarland findet man St.-Wendelin-Kirchen auch in Afrika, Nord- und Südamerika und sogar in China; Auswanderer und Missionare haben seinen Kult über den ganzen Erdkreis verbreitet.
Dargestellt wird Wendelin auf unterschiedliche Weise, als Landmann mit Strohhut, Tasche, Schaufel und Schaf, als Königssohn, Pilger, Einsiedler oder Mönch, mit Buch, Krone, Rosenkranz oder Knüppel.
Wendelin ist Schutzpatron der Bauern und Hirten, besonders der Schäfer, er hütet das Vieh und schützt die Herden vor Seuchen, zudem wacht er über Äcker und Felder.
Tag des Wendelin ist der 20. Oktober.
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