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| Christentum - Heilige | |
(auch Denis o. Denys) Der im dritten Jahrhundert vermutlich in Italien geborene Dionysius wirkte als Missionsbischof in Gallien, wohin ihn Papst Fabianus gesandt hatte. Vor Ort gründete er Kirchen in Chartres und Paris, in Paris wurde er erster Bischof.
285 erlitt er in Paris das Martyrium, indem man ihn enthauptete. Nach der Hinrichtung soll Dionysius seinen Kopf noch ein Stück weit getragen haben. Seine Grabstätte überwölbt seit 625 die Kathedrale St-Denis, in der auch die von König Dagobert dorthin verbrachten Reliquien verwahrt sind. Diese Kirche ist auch Grabstätte der meisten französischen Könige, deren Patron er wahr.
Otto v. Corvin spottete, Dionysius hätte manch anderem Heiligen mit Körperteilen aushelfen können, denn von ihm existierten zwei vollständige Exemplare zu St. Denis und St. Emmeran, überdies würden noch in Prag und Bamberg Köpfe des Heiligen gezeigt und in München eine Hand. (Pfaffenspiegel, 81)
Dionysius ist Nationalheiliger von Frankreich und wird auch in Deutschland verehrt, er gehört zu den Vierzehn Nothelfern.
Dargestellt wird der Bischof Dionysius mit dem abgeschlagenem Haupt, daß er in den Händen hält. Er ist Schutzpatron der Schützen, auch gegen Hundebiß und Tollwut soll er beistehen, außerdem bei Kopfschmerz.
Sein Tag ist der 9. Oktober.
In Frankreich ist Dionysius Wetterpatron: wie das Wetter am Festtag des Heiligen ist, so soll das Wetter des Winters werden. (BÄCHTOLD-STÄUBLI, 299)
Dionysius von Paris wird vielfach mit Dionysius Areopagita, der erster Bischof von Athen war, verwechselt.
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