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 Christentum - Heilige
 
 

Gallus

(auch Gall, Gallech oder Gilianus, von lat. gallus, „Hahn”) Dieser wurde um 560 in Irland geboren und ging in das Kloster Bangor, Irland. Von dort aus zug er mit dem heiligen Kolumban nach Frankreich und dann in die Gegend des Bodensees.

In Bregenz erkrankte Gallus im Jahre 612 schwer und Kolumban, der Krankheiten für Ausreden hielt, zog ohne ihn weiter nach Italien. So zurückgelassen quälte sich der fiebernde Gallus rudernd über den Bodensee und erreichte die Gemeinde Arbon, wo man ihn gesundpflegte. (BORST, 573)
Am Mühletobel richtete Gallus sich eine Klause ein, um dort als Einsiedler zu leben. Mit der Zeit ließen sich Gleichgesinnte in seiner Umgebung nieder, er selbst wurde zum gefragten Ratgeber.

Als man ihn zum Bischof von Konstanz machen wollte (615), lehnte Gallus ab, ebenso das Amt des Abtes von Luxieul (625). Lieber blieb er in seiner Klause, wo er am 16. Oktober 640 im Alter von fünfundneunzig Jahren verstarb. Aus dieser Keimzelle entstand das Kloster St. Gallen, ein bedeutendes Benediktinerkloster. Dieses war bis zur Reformation Ziel reger Wallfahrt.

Dargestellt wird Gallus als Einsiedler, Benediktinermönch, Abt, als Pilger mit Wanderstab und mit einem Bären.

Er ist Patron Sankt Gallens, der Gänse, Hühner und Hähne. Auch gegen Fieber wird Gallus angerufen.

 

Die Leute in der Umgebung von Stendal glauben, daß Feld- und Gartenfrüchte, sobald sie am St. Gallentage noch nicht eingebracht sind, dem ersten besten gehören. (KUHN u. SCHWARTZ, 463)

 

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