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 Christentum - Heilige
 
 

Ignatius von Antiochien

geb. 1. Jahrhundert, gest. vor 117

Dieser frühchristliche Bischof und Märtyrer ist für die katholische Kirche von besonderer Bedeutung, als er in seinen Briefen („Sieben heilige Briefe”) an verschiedene Gemeinden erstmals den Begriff „katholische Kirche” verwendete.

Der im ersten Jahrhundert geborene Ignatius (lat. igneus, „feurig”) soll vom Apostel Johannes persönlich zum Bischof von Antiochien geweiht worden sein und dieses Amt 40 Jahre lang innegehabt haben, ehe er im Rahmen der Christenverfolgung des römischen Kaisers Trajan zum Tode verurteilt wurde.

Sein Martyrium, das er innerlich herbeigesehnt haben soll, fand er im Amphitheater des Flavius zu Rom (dem Kollosseum), indem er dort den Löwen vorgeworfen wurde, die ihn zerrissen. Teile seiner Überreste wurden zurück nach Antiochien verbracht, der Rest der Reliquien sind in S. Clemente in Rom verwahrt.

Schon die Syrer des 4. Jahrhunderts begingen seinen Tag am 17. Oktober, die Ostkirche gedenkt seiner am 20. Oktober. Er ist einer der ältesten kanonisierten Heiligen.

Dargestellt wird er als alter Mann und Bischof, zusammen mit den ihn tötenden Löwen. Er gilt als Patron, der bei Halsschmerzen um Fürbitte angerufen wird.

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