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| Christentum - Heilige | |
Diese zwei in Rom geborenen Brüder zogen im 3. Jahrhundert zu Missionszwecken nach Soisson, Frankreich. Tagsüber verbreiteten sie ihre Lehre, die Nacht nutzten sie, um ihren Lebensunterhalt als Schuhmacher zu verdienen, wobei sie sich nur von den Reicheren bezahlen ließen, für die Armen arbeiteten sie stets um Gotteslohn.
Sehr lange wirkten sie so noch nicht, als sie angezeigt wurden, ihrer Legende zufolge wegen ihres christlichen Glaubens. Der Richter forderte sie, ihrem Glauben zu entsagen und dem Staatskult das geforderte zu gewähren. Krispin und Krispinian verweigerten das Begehr und wurden der Marter überantwortet.
Wundersam versehrten sie die Foltern nicht, doch die anschließende Enthauptung brachte sie im Jahre 287 zu Tode.
Jahrunderte später gelangten einige der Reliquien Krispins und Krispinians nach Osnabrück, wo sich ein Zentrum ihres Kultes herausbildete. Ihre Gebeine sollen - abweichend davon - nach Soisson gelangt sein, nachdem Krispin und Krispinian in Rom das Martyrium erlitten haben.
Dargestellt werden Krispin und Krispinian als Schumacher, mit Schwert, Messer, Mühlstein, Bleikessel und Scheiterhaufen.
Sie sind Patrone von Osnabrück, Stadt und Bistum, Soisson, der Schumacher und allgemein der hautverarbeitenden Gewerke (Gerber), der Schneider und der Weber.
Ihr Tag ist der 25. Oktober.
Crispinus heißt noch ein weiterer Heiliger.
Crispinus soll überdies bei den Römern ein Gott der Schuhmacher gewesen sein.
Am St. Krispianustag des Jahres 1415 siegte der englische König Henry V. in der Schlacht von Azincourt (100-jähriger Krieg) mit einem kleinen, erschöpften, unberittenen Heer gegen eine berittene und vielfach überlegene französische Streitmacht. William Shakespeare machte diese historisch sicher belegte Ruhmestat in seinem Drama Henry V unsterblich. (Lesermitteilung)
Die Heiligen im Jahreslauf
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