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| Christentum - Heilige | |
Ein Bischof und Märtyrer mit legendarischer Lebensgeschichte.
Januarius soll im dritten Jahrhundert im italienischen Neapel zur Welt gekommen sein, zu Beginn des vierten Jahrhunderts das Amt des Bischofs von Neapel und Benevent bekleidet haben und wegen seines Einsatzes für die unter dem römischen Kaiser Diokletian verfolgten Christen verhaftet und zum Tode verurteilt worden sein. Das Urteil konnte laut der Legende nicht problemlos vollstreckt werden, da weder das Feuer des Ofens, worin er verbrannt werden sollte, ihm etwas anhaben konnte noch die Löwen, denen er vorgeworfen wurde, ihn zerissen. Also habe man ihn 305 in Pozzuoli bei Neapel zusammen mit sieben Gefährten geköpft. (SCHAUBER, 365)
Tatsächlich soll es den Bischof Januarius nie gegeben haben. Es soll sich bei ihm um eine kanonisierte Version des römischen Pförtnergottes Janus handeln, über dessen Schrein man eine Heiligenkirche errichtet habe. (WALKER, 474)
Mehrmals wurden die Gebeine des Januarius umgebettet (erstmals an einem 19. September), im 15. Jahrhundert gelangten sie in den Dom S. Gennaro in Neapel, wo sie bis heute ruhen. Zu den Reliquien gehören zwei Ampullen mit dem Blut des Heiligen, die sich zu seinen Festen stets verflüssigen — ein bislang ungeklärtes Phänomen. (SCHAUBER, 365) Das Wunder wurde von Papst Pius II. für echt erklärt. Es heißt zudem, das Blut verflüssige sich, wenn die Blutreliquie neben den Scädel eines wahrhaften Märtyrers gestellt werde. (WALKER, 474)
Dargestellt wird Januarius als Bischof, mit den Blutfläschchen, im Ofen oder mit den Löwen. Er ist Patron von Neapel und Benevent, wird zum Schutz vor dem Ausbruch des Vulkans Vesuv angerufen und hilft den Goldschmieden. (SCHAUBER, 365)
Sein Tag ist der 19. September.
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