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| Christentum - Heilige | |
(auch Ruprecht, alt Hruodperht, Hruodperaht, Ruodbert, Ruopreht, Ruopert; jünger Robert) Ein Bischof des frühen achten Jahrhunderts, er gilt als Bischof von Worms und erster Bischof von Salzburg.
Rupert wurde im siebten Jahrhundert vermutlich in Worms geboren; dort ist er vermutlich zum Bischof geweiht worden. 696 soll er vom bayerischen Herzog Theodo nach Regensburg berufen sein. Um das Jahr 700 gelangte er nach Salzburg, das damals Juvavum hieß. Hier gründete Rupert das Kloster Juvavum, dazu auf dem Nonnberg ein Frauenkloster. Noch darüber hinaus entfaltete er im ganzen Salzburger Land eine rege Missionstätigkeit und gründete etliche Kirchen. Er galt auch als Apostel Bayerns.
Am 27. März um 720 ist Rupert gestorben, er wurde in einer Felsengruft in St. Peter bestattet. Am 24. September 774 ließ Bischof Virgilius die sterblichen Überreste Ruperts in den neuerbauten Dom übertragen, heute ruhen beider Bischöfe Gebeine im Hochaltar.
Rupert von Salzburgs Tag ist der 24. September (Tag der Übertragung seiner Gebeine), weiteres Fest ist sein Todestag (27. März).
Er wird als Bischof dargestellt, mit Buch, Salz (weil er vom Herzog Anteile an den Salzquellen von Reichenhall erhalten haben soll; darum ist er auch Schutzpatron der Salzbergarbeiter) oder mit dem Gnadenbild von Altötting, welches er gestiftet haben soll (er wird auch als Gründer von Altötting genannt. Patronate sind außer dem Salzbergbau das Land und das Erzbistum Salzburg, Kärnten sowie die Hunde.
Weil sein Name mit rot in Verbindung gebracht wurde (in der Form Rotprecht) wurde er auch gegen Rotlauf angerufen. Ähnlich ist die Verbindung von Ruprecht mit rup oder rupe (md., mnd.), also Raupe, weswegen man in Mecklenburg morgens am Ruprechtstag (hier: 27. März) die Obstbäume schüttelte. (WREDE i. Handwörterbuch, VII,854)
In Thüringen und im Harz wird Ruprecht von Salzburg nebst Valentin, Quirinus und Antonius als eine der vier Botschaften gegen die von diesen vier Heiligen vertretenen Plagen angerufen. (ebd.
Durch die Übertragung seines Namens in der Form Ruprecht auf die Schreckgestalt des heiligen Nikolaus (Knecht Ruprecht) und durch die Umbildung seines Namens in der Form Rüpel wurde der Vornahme allmählich weniger beliebt oder aber in der Form Robert verliehen (WREDE i. Handwörterbuch, VII,855).
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