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 Christentum - Heilige
 
 

Cornelius

Einer der frühen Päpste.

Nachdem 14 Monate in Rom Sedisvakanz herrschte, wurde Cornelius 251 gegen den Widerstand des Presbyters Novatian zum Nachfolger Fabians gewählt. Novatian hatte ihm vorgeworfen, er sei der Christenverfolgung des Decius entronnen, weil er sich durch Bestechung die Bescheinung beschafft habe, die vorgeschriebenen Opfer erbracht zu haben. Zum endgültigen Bruch mit Novatian kam es um die Frage, inwieweit Todsünden (lapsi) durch erneute Buße vergeben werden könnten.

Während Novatian nur die einmalige Buße vor der Taufe gelten ließ und eine Kirche der Heiligen anstrebte, war Cornelius Anhänger der zweiten Taufe. Demnach könne der vom Glauben abgefallene Sünder für schwere Sünden (lapsi) Vergebung erlangen, wobei die drei Todsünden Mord, Ehebruch und Abfall ausgenommen waren. Ein Vorgänger Cornelius’, Calixt I., hatte bereits 217 den Unzüchtigen die Hoffnung auf Vergebung gewährt, Cornelius weitete diese Möglichkeit auch auf vom Glauben abgefallene aus.

253 starb er in Centumcellae (heute Civitavecchia) und wurde später in der Lucinagruft der Calixtuskatakombe zu Rom beigesetzt.

Cornelius ist einer der vier heiligen Marschälle. Sein Tag ist der 16. September.

Quelle: (BBKL, I(1990), Sp. 1130f.)

 

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