| < zurück | |
| Christentum - Heilige | |
(Johanan hebr. Jahwe ist gnädig) geb. um 344/354 in Antiochien, Syrien, gest. 14. September 407 in Kumana, Pontus
Dieser bedeutende Kirchenlehrer und Patriarch ließ sich 372 taufen und lebte fortan als Mönch in der Einsiedelei. Ab 381 wurde er in Antiochien beim Bischof Meletios Diakon, einige Jahre später wurde er Priester und zeichnete sich als mitreißender Prediger aus, woher sein Beiname Chrysostomus (griech. Goldmund) rührt.
398 wurde Johannes Patriarch von Konstantinopel. Seine Tätigkeit brachte ihn in Gegensatz zur Kaiserin Eudokia, weil er, der sich der Sorge für Arme und Kranke verpflichtet hatte, die höfische Prunksucht anprangerte. Nach der Eichensynode wurde Johannes abgesetzt und mußte sich in die Verbannung nach Kukusus in Armenien begeben.
Im unfreiwilligen Exil verfiel er gesundheitlich, eine weitere aufgezwungene Reise überlebte er nicht.
Beigesetzt wurde er trotzdem in der Apostelkirche zu Konstantinopel, 1200 wurden seine Reliquien nach Rom übertragen und befinden sich seitdem in der Chorkapelle des Petersdoms. 1568 erfolgte seine Ernennung zum Kirchenlehrer, seit 1908 ist er auch Patron der Prediger.
Viele der Predigten des Johannes Chrysostomus blieben erhalten und sind Theologen wie angehenden Predigern wertvolle Lektüre.
Dargestellt wird Johannes als Bischof in griechíschem Ornat, mit Evangelienbuch. Weitere Attribute sind Engel, Taube sowie Bienenkorb. Als Schutzpatron schützt er die Prediger und wird gegen Epilepsie angerufen.
Sein Tag ist in der katholischen Kirche der 13. September, in den Diözesen Passau und Innsbruck der 11. September.
Die Heiligen im Jahreslauf
Januar - Februar - März - April - Mai - Juni - Juli - August - September - Oktober - November - Dezember