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 Christentum - Heilige
 
 

Matthäus

(hebr. Mattanja) Einer der vier Evangelisten und als Jünger Jesu Mitglied des Zwölferkreises.

In seinem Evangelium nach Matthäus gibt er als seinen Beruf den des Zöllners an (Matthäus 9,9), doch wird dieses wie überhaupt seine Verfasserschaft von der Forschung angezweifelt, unter anderem, weil er ursprünglich Levi hieß (Markus 2,14ff.). 1911 entschied allerdings eine Bibelkommission, der Christ habe die Identität der Person als gegeben anzuerkennen.

Seiner Legende zufolge schrieb er noch in seiner Heimat das Evangelium nach Matthäus und verließ etwa im Jahr 42 Palästina und zog nach Ägypten und Äthiopien (nicht das heutige, sondern ein Land voller Menschenfresser irgendwo in Mesopotamien, es soll dieses eine Verwechslung mit Matthias sein, BBKL (1993) V, Spn. 1030-32), ehe er friedlich verstarb oder, nach anderer Darstellung, gesteinigt oder durchbohrt wurde.
Reliquien gelangten 985 nach Salerno in Italien, wo sie seit 1085 in S. Matteo verwahrt sind. Auch Bischof Agritius von Trier (gest. 330/332) soll Reliquien Matthai verbracht haben, in seinem Falle nach Trier.

Sein Brauchtum findet sich besonders im bäuerlichen Kalender, wo der Matthäitag den Beginn des Winters markiert und ein wesentlicher Wetterlostag ist.

Wappen von Marne
Matthäus im Wappen von Marne
 
Dargestellt wird er als Apostel oder Zöllner mit Geld und Zählbrett, mit Buch bzw. Schriftrolle, mit Beil oder Schwert. Sein Evangelistensymbol ist der Engel.

Er ist Patron Salernos, der Berufe Zöllner, Finanzbeamten und Buchhalter. Auch bei Trunksucht wird er angerufen.
Matthäus ist auch Schutzpatron der Stadt Marne in Dithmarschen, Norddeutschland.

Tag des Matthäus ist der 21. September.

 

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