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 Christentum - Heilige
 
 

Mauritius

(griech. mauros, „Mohr”, dt. Moritz) Er war ein im 3. Jahrhundert in der Thebäis / Nordägypten geborener Soldat, der sich mit seinen Kameraden aus der Thebäischen Legion zum Christentum bekehrte.

Als ihre Kaiser Diokletian und Maximian zu einer Christenverfolgung aufriefen, die seine Truppe in Agaunum, dem heutigen St. Maurice in der Schweiz, durchführen sollten, verweigerten sie die Ausführung des Befehls und erlitten alle selbst das Martyrium.

Das soll sich irgendwann zwischen 280 und 302 zugetragen haben. Als etwa im Jahre 380 ihre Gebeine gefunden wurden, errichtete man an jener Stelle eine kleine Kirche, aus der sich das spätere Kloster St-Maurice entwickelte. Das wurde durch eine bedeutende Wallfahrt begünstigt, die in diese Gegend führte.

Der Kult des Mauritius und der Thebäischen Legion weitete sich aus und verbreitete sich über ganz Europa.

Bis heute ist das Kloster St. Maurice keinem Bistum unterstellt und erhält einen bedeutenden Klosterschatz. Die Reliquiare der Märtyrer der Thebäischen Legion sind von unvergleichlicher Pracht.

Dargestellt wird Mauritius als dunkelhäutiger Soldat mit entsprechender Ausrüstung, mit oder ohne Pferd. Er ist Patron der Soldaten, dazu der Kaufleute, Waffen- und Messerschmiede, der Glasmacher, Färber, Wäscher, Hut- und Tuchmacher sowie der Pferde und der Weinstöcke. Er wird gegen Gicht, Ohrenleiden, Besessenheit und Pferdekrankheiten angerufen.

Sein Tag ist der 22. September.

 

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