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Petrus Goldschmid

Ein in Husum in Schleswig-Holstein geborener Pastor, der in Sterup das Pfarramt innehatte.

Goldschmid veröffentlichte 1704 in Hamburg sein Buch „Höllischer Morpheus”, in dem er heftig die tatsächliche Existenz des Satans, der Dämonen und der Hexen verfocht. Der Satan nehme die Gestalt von Gespenstern und Geistern an und suche die Christen vom Pfad des rechten Glaubens abzubringen. (RUST, 32) „Das Buch zählt zu den letzten Werken der klassischen Verfolgungsliteratur und reagiert bereits auf denb beginnenden Widerstand gegen den Hexenwahn.” (ebd., 79; dort steht als Erscheinungsjahr 1698)

In einem weiteren Werk, erschienen 1705, polemisierte Goldschmid gegen den Aufklärer und Hallenser Professor Christian Thomasius, der gegen die Hexenverbrennungen eingetreten war. Der Titel dieser Schmähschrift war Programm und lautete: „Verworfener Hexen und Zauberer Advokat, d. i. wohlbegründete Vernichtung des thörichten Vorhabens Herrn Christiani Thomasii, und aller derer welche durch ihre superkluge Phantasiegrillen dem teuflischen Hexengeschmeiß das Wort reden wollen.” (RUST, 32)