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   Völker / Sprachfamilie
 

Indoeuropäer, Indogermanen

Unter diesem Begriff werden alle jene zusammengefaßt, die eine zur indoeuropäischen (neuerer Ausdruck) bzw. indogermanischen (hergebrachter A.) Sprachfamilie gehörende Sprache sprechen.

Aus den Ähnlichkeiten in Sprache und Kultur leitete man im Zuge der Untersuchungen des Sprachfroschers Franz Bopp (1791-1867) ein hypothetisches Urvolk ab, in das sich eng verwandte Stämme verzweigt hätten, die sich von Indien bis zum Atlantischen Ozean (bzw. von Mittel und Nordeuropa, je nach Ansicht) über Asien und Europa ausbreiteten. Dabei wurden die ursprünglichen indischen und den gegenwärtigen germanischen Sprecher namentlich zum Kunstwort Indogermanen verbunden, ein Ausdruck, der vornehmlich in Deutschland gebräuchlich ist und zuerst beim Orientalisten J. von Klaproth belegt ist, während außerhalb „Germanys” der Begriff Indoeuropäer üblich ist.

Beide Begriffe sind durch das Ausgreifen der indoeuropäischen englischen Sprache nach Nordamerika, der romanischen Sprachen nach Südamerika usw. im geographischen Sinne überholt. In sprachwissenschaftlicher und ethnographischer Sicht ist die Urvolkthese eine unter mehreren, es wird vermehrt eine sekundäre Verwandtschaft durch anhaltende Berührung und Vermischung angenommen.

Laut Bibel müsste es sich bei diesem Urvolk um die Nachkommen Japhets (1. Mose 10,2-5) handeln, dem Sohn Noahs, der als einer der wenigen glücklich der Arche entstieg (1. Mose 9,18f.).

 

Die indogermanischen bzw. indoeuropäischen Sprachen werden weiter in Untergruppen aufgeteilt:

Indoiranisch, Armenisch, Griechisch, Albanisch, Romanisch, Keltisch, Germanisch, Baltisch, Slawisch.

Eine für veraltet geltende Einteilung ist die Sortierung nach Kentum- und Satem-Sprachen.

Ausgestorbene indoeuropäische Sprachen sind Hethitisch, Illyrisch, Tocharisch u. a.

 

Weitere Sammlung

Germanen, Griechen, Hethiter, Indoarier, Iraner, Philister, Kelten, Römer, Slawen