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   Seevölker
 

Seevölker

-- in Vorber. --

Völker vermutlich indoeuropäischer Provenienz, die über das Mittelmeer kommend in Griechenland und Kleinasien eindrangen. Sie griffen auch Ägypten an und wurden dort von Merenptah zurückgeschlagen (1219 v.).Andere Angriffe zerstörten das Hethiterreich (um 1200 v.) und Staaten der Levante. Ramses III. wehrte in Ägypten einen erneuten Vormarsch ab.

Von den Seevölkern sind mehrere Namen überliefert: Schardana-Sarden, Schikeluscha-Sikuler, Turscha, Philister, Teukrer, Danaer, Dardaner.

Es gibt Vermutungen, die Seevölker entstammten einem Nordreich, das aufgrund einer gewaltigen Katastrophe untergegangen war. Anschließend zogen diese Völkerschaften südwärts, drangen in Griechenland ein, versuchten vergeblich die Eroberung Ägyptens und siedelten verstreut im Mittelmeerraum. Diese Völker, von den Griechen insgesamt als Phönizier bezeichnet, sollen die dem Untergang ihres Reiches entkommenen Atlanter gewesen sein.

Ägyptische Texte von Medinet Habu berichten von insgesamt als Haunebu oder Haunebut bezeichneten, ursprünglich hoch im Norden auf Inseln im Ozean beheimateten Völkern, die von Amuru (Palästina) und von See her Ägypten angriffen und dabei von Thyrreniern und Libyern unterstützt wurden. (SPANUTH (1998), 31)