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 Germanen / Deutsche - Heldensage
 
 

Eckefried

Im Waltharius ist Eckefried einer der Vasallen des Frankenkönigs Gunther. Den begleitet er als einer von zwölf Mannen bei dem Überfall auf Walther.

Eckefried stammte aus Sachsen. In seiner Heimat hatte er einen Edlen erschlagen und war als Verbannter zu Gunther geflohen, für den er nun nach Werinhart als Vierter in den Kampf gegen Walther zieht. Den bezeichnet Eckefried als Schrat, doch empfängt ihn Walther wegen seiner Sprache mit Spott:

Celtica lingua probat te ex illa gente creatum,
Cui natura dedit reliquias ludendo praire.

„Dein Kauderwelsch beweist, daß du dem Stamme entsprossen,
Der durch Wortspiel den anderen — so gab’s die Natur — voransteht.” (Übers. LANGOSCH)

Nach solchem Wortwechsel schleudert Eckefried nun mit Riemen seinen eisenbeschlagenen Speer. Er verfehlt, aber nicht Walthers Antwortspeer und Eckefried sinklt tot zu Boden.

Nach Eckehart versucht nun als fünfter Recke Gunthers Hadawart sein Glück.