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| Deutsche Sagen - Friesen | |
(Nekke- vgl. Nick, Nekker, Nixe) Ein Meeresgeist oder -dämon der friesischen Sage.
Um Ekke Nekkepenn drehen sich zwei auf der Insel Sylt erzählte Sagen, die beide von der Brautwerbung dieses Meermannes handeln und ihn als Gattin der Ran bezeichnen, welche in der nordischen Edda die Meeresgöttin ist.
Die schwangere Ran, die Herrin des Meeresgrundes, stand kurz vor ihrer Niederkunft und so holte man die schöne Gattin eines Kapitäns als Hebamme herbei. Ekke Nekkepenn verliebte sich in diese Frau, und er wünschte sie sich zur Gattin. Als Ran alt geworden war, begann er mit der Umsetzung dieses Plans und er erweckte einen Sturm, der den Kapitän mit seinem Schiff versenkte. Sodann begab er sich bei Rantum an Land und suchte nach der Witwe, fand aber statt ihrer deren Tochter Inge, welche er für jene Hebamme hielt. Ekke Nekkepenn steckte ihr einen Ring auf den Finger und wähnte sich als ihr Verlobter. Da Inge aber keine Neigung zu dem Meermann verspürte, sagte der ihre Freilassung zu, sofern sie seinen Namen herausfinden könne. Als Ekke Nekkepenn einmal meinte, allein zu sein, sagte er seinen Namen vor sich hin, wurde dabei von Inge belauscht und mußte sie darum freigeben.
Enttäuscht ging Ekke Nekkepenn nun in Gestalt eines Zwerges zu den Unterirdischen in der Kampener Heide und begehrte nicht nur eine von deren Töchtern zur Braut, sondern verlangte sogar den Thron des Zwergenkönigs Finn. Dieses Ansinnen mißfiel den Zwergen natürlich und sie holten Frau Ran, welche Ekke Nekkepenn wieder zu sich ins Meer nahm.
Von dieser Begebenheit erzählt noch heute eine Gallionsfigur, die den Giebel eines Hauses in Rantum ziert.
Nach der anderen Sage begab sich Ekke Nekkepenn, nachdem ihn die Zwerge abgewiesen hatten, nach Braderup und verlangte hier nach einer Braut. Das machte die Braderuper wütend und sie warfen, da sie Ekke Nekkepenn für einen der Unterirdischen hielten, tote Tiere in deren Höhlen und verprügelten einige der Zwerge. Daraufhin kam es zum Krieg und die Gefallenen der Schlacht fanden im Denghoog, dem bekanntesten Grabhügel der Insel Sylt, ihre letzte Ruhestätte.