Das Schwarze Netz - zum Anfang< zurück
 Germanen / Deutsche - Heldensage
 
 

Heririch

Das Waltherlied nennt Heririch als König der Burgunder und Vater der Hildgund.

Sein Reich wurde von dem Hunnenkönig Etzel bedroht. Heririch suchte den Kampf zu vermeiden und bot dem Feind seine Tochter als Geisel an. Zusammen mit allerlei Reichtümern kam Hildgund so an den Hof Etzels und man schloß Frieden. (Waltharius, V. 73)

Ebenfalls als Geisel an Etzels Hof war Walther gekommen, der Sohn des aquitanischen Königs Alpher. Mit dem stand Heririch in enger Beziehung, denn beide hatte mit heiligem Eide vereinbart, daß ihre Kinder einst einander ehelichen sollten (Waltharius, V. 80f.). Später, als Hildgund und Walther von Etzels Hof geflohen und glücklich in der Heimat angekommen waren, kam es auch so und beide schlossen Hochzeit. Nach dem Tode Heririchs folgte ihm sein Sohn auf dem Thron und herrschte glückliche dreißig Jahre lang. (V. 1447-1450)