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 Germanische Mythologie
 
 

Menglöd

(Menglada) Diese Göttin (bzw. Valkyrie) ist vermutlich eine Variante der Freyja. (GRIMM, 962)
Ihr zu Füßen knien, sitzen und singen die neun Jungfrauen Hlif, Hlifthursa, Thiodvarta, Biört, Blid, Blidr, Frid, Eir und Örboda, denen im Sommer Schlachtopfer dargebracht werden. (Fiölsvinnsmál 37ff. u. GRIMM, 351)

Diese neun Dienerinnen sind zum Teil Riesinnen (Hlifthursa, Örboda) aus dem Umfeld der wilden Weiber, die anderen sind dem Namen nach Personifikationen sittlicher Vorstellungen. (GRIMM, 961f.)

Heiliger Berg der Menglöd ist der Lyfjaberg (GENZMER, Fiölsvinnsmál 36) oder Hyfiaberg (SIMROCK, Fiölsvinnsmál 36), der von einer Waberlohe umgeben ist und der vom Riesen Fjölswinn bewacht wird (ebd., 1). Wer krank oder lahm dort hinaufkommt, wird von den Dienerinnen der Menglöd geheilt. (Fiölsvinnsmál 35-36)

Althochdeutscher Name der Menglöd war möglicherweise Maniklata. (GRIMM, 79)

Die recht junge Dichtung Fiölsvinnsmál nennt Menglöd bzw. Menglada eine Tochter des Swafr, Sohn des Thorin. Als ihr Gatte gilt hier Swipdagr (42), der nach GENZMER eine reine Märchenfigur ist. (Die Edda, 134)

„eine Menglöd in späterer sage erscheint einem im traum fornmannas. 3, 222. 223. und hinterläßt ihm wunderbare handschuhe.” (GRIMM, 226)