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   Fränkische Könige - Merowinger
 

Chilperich I.

Dieser Franke aus dem Geschlecht der Merowinger, geboren 539 als Sohn Chlothars I., war von 561 bis 584 König in Soissons.

Als er 567 seine Frau Gailswintha, eine Westgotin, erdrosseln ließ um seiner Geliebte Fredegund heiraten zu können, löste er damit einen blutigen Familienkrieg aus. Denn Gailswintha war eine Schwester der Brunhilde, der Gattin seines Bruders Sigibert I.

Chilperich verteidigte mit Kraft den Anspruch des Königtums auf Vorrang gegenüber Adel und Kirche und wirkte darum tatkräftig in Verwaltung und Gesetzgebung, darüber hinaus war er an Literatur und Theologie interessiert.
Allerdings trieb ihn der Ehrgeiz seiner Gattin in unfruchtbare Zusammenstöße mit den anderen fränkischen Königen.

In Paris und Soissons ließ Chilperich I. Amphitheater in römischen Stil erbauen. (LINCOLN, BAIGENT u. LEIGH, 227)

Chilperich soll keinen Hehl aus seiner Neigung zum Arianismus gemacht haben. (LINCOLN, BAIGENT u. LEIGH, 369)

584 wurde Chilperich ermordet; seinem Sohn Chlothar II. gelang 613 eine neuerliche Vereinigung des Frankenreichs.