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   Fränkische Könige - Merowinger
 

Chlothar I.

(auch Clotachar, Chlotar) Der 497 oder 498 geborene jüngste Sohn Chlodwigs I. erhielt aus dem väterlichen Erbe zunächst 511 das Teilreich um Soissons. Erfolgreiche Eroberungszüge brachten ihm darüber hinaus die Herrschaft über Thüringen, Burgund und Bayern. Unter seiner Herrschaft gelang eine Wiedervereinigung des gesamten Frankenreichs, über das Chlothar nach dem Tod seiner älteren Brüder Chlodomer (gest. 524) und Childebert (gest. 558) ab 558 bis zu seinem eigenem Tod 561 herrschte.

Chlothar war ein energischer Herrscher, der auch vor Grausamkeiten nicht zurückschreckte. Als sein Sohn 560 gegen den alternden Vater den Aufstand wagte, ließ der ihn kurzerhand verbrennen. (GRABOIS, 136)

Wirtschaft und Handel im Frankenreich förderte Chlothar durch die Ansiedlung jüdischer und syrischer Kaufleute in seinem Reich. (GRABOIS, 136)

Nach dem Tode Chlothars I. wurde das Reich erneut geteilt. Den westlichen Teil zwischen Schelde und Loire nannte man Neustrien, die östlichen Gebiete Austrien oder Austrasien.

Chlothar I. hatte insgesamt sechs Frauen und sechs Kinder. Von diesen wurden Sigibert I., der 561 König von Austrien wurde und Chilperich, der seit 561 in Soissons herrschte, für den weiteren Verlauf wesentlich. (LINCOLN, BAIGENT u. LEIGH, 428f.).