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   Fränkische Könige - Merowinger
 

Dagobert I.

(605 bis 639) Ein fränkischer König aus dem Geschlecht der Merowinger, Sohn Chlothars II. Dagobert, geboren um 605, wurde 623 König von Austrien.

Nachdem sein Vater 629 verstorben war, geriet der Adel Neustriens in Unruhe. Dagobert zog gegen sie und beruhigte die Lage. Nun als König des gesamten Frankenreichs anerkannt bestimmte er Paris zur Hauptstadt des Reiches, zum König von Neustrien bestimmte er seinen Sohn Sigibert.

631/32 mußte Dagobert I. eine Niederlage gegen die umherziehende Privatarmee des Abenteurers Samo hinnehmen, was aber nicht weiter schwerwiegend war. Wesentlicher waren Dagoberts Erfolge 636 gegen aufständische Bretonen und 637 gegen sich erhebende Gascogner. Im Osten gelang ihm die Sicherung des Landes gegen Wenden und Sachsen.

Innenpolitisch pflegte Dagobert I. ein Reisekönigtum. Ständig war er in seinem Land unterwegs und hielt Gerichtstag, Lohn der Mühe war für Dagobert der Ruf eines gerechten Herrschers.
Dagobert I. war auch Förderer der Kirche und machte sich besonders um die Abtei Saint-Denis bei Paris verdient, in die er die Reliquien des hl. Dionysius, dem ersten Bischof von Paris, übertragen ließ. Als sein Berater wirkte Kunibert, Bischof von Köln (hl., gest. 663).
Diplomatische Verbindungen knüpfte Dagobert I. mit dem entfernten Byzanz an.

Dagobert hatte fünf Frauen. Sein Sohn Sigibert III. wurde König von Austrien, Chlodwig II. König von Neustrien und Burgund.

Dagoberts Tod markiert das Ende tatsächlicher Merowingerherrschaft, denn nach ihm waren die fränkischen Hausmeier die eigentlichen Herren im Land.