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| Germanen / Deutsche - Heldensage | |
Im Waltharius ist Ospirin Gattin des Hunnenkönigs Etzel.
Am Hof Etzels befanden sich Hagen, Hildgund und Walther, die von den Königen der Franken, der Burgunder und der Aquitanier gegen Friedensschluß dem Hunnen überstellt waren. Ospirin hatte Gefallen an der Burgunderprinzessin und machte Hildgund zur persönlichen Kämmerin und Hüterin ihrer Schätze.
Nachdem aber Hagen entflohen war, sorgte sich Ospirin um den weiteren Verbleib Walthers und riet ihrem Gatten, der möge Walther mit einer Fürstentochter Pannoniens vermählen, um dem den Gedanken an Flucht zu nehmen. Walther gelangen jedoch die nötigen Ausflüchte, doch sah sich Ospirin schon bald darauf in ihrer Sorge bestätigt, als nach einem von Walther veranstalteten Gelage der und Hildgund unter Mitnahme von Waffen und Schätzen entflohen waren, wärend die Hunnen im Rausch darniederlagen.
Die Gerichte und den wein des Vortags verwünschend klagte Ospirin nun, was sie schon lange geahnt habe sei nun eingetreten, die teure Pflegetochter von hinnen entwichen, dazu der tüchtige Walther, des Reiches Säule (Waltharius, V. 372-379)
In anderen Überlieferungen werden als Gattinnen des Etzel statt der Ospirin Gudrun (im Atli-Lied) und Helke sowie Kriemild (im Nibelungenlied) genannt.