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 Germanen / Deutsche - Heldensage
 
 

Patafried

Im Waltharius ist Patafried einer der Vasallen des Frankenkönigs Gunther. Den begleitet er als einer von zwölf Mannen bei dem Überfall auf Walther.

Schon fünf von Gunthers Mannen hatte Walther nacheinander überwunden, eben gerade den Hadawart erschlagen, da wollte nun Patafried gegen ihn anstürmen. Dieser war der Schwestersohn Hagens. Hagen, der an den Kämpfen selbst nicht teilnehmen wollte, versuchte seinen Neffen zu bereden, es ihm gleich zu tun, denn dem Walther sei Patafried nicht gewachsen. Der läßt sich aber nicht des Besseren belehren und zieht unter der Klage Hagens gegen dessen Jugendfreund.

In seiner Verschanzung hatte Walther bemerkt, daß Hagen wegen des nun Kommenden betrübt ist. Darum sucht er den jungen Patafried mit Worten vom Kampf abzubringen, empfängt von dem aber als Antwort den geschleuderten Speer, den Walther aber mühelos abwehrt, aber abgleitend beinahe Walthers Braut Hildgund getroffen hätte. Noch immer suchte Walther den Patafried vom kämpfen abzubringen, doch der zieht sein Schwert und stürmt gegen ihn vor, was ihm den Tod durch das Schwert Walthers einbringt.

Den Patafried zu rächen sprengte nun Gerwit heran, während Walther noch den Patafried enthauptete.