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| Germanische Mythologie | |
(nord.) Die Alben in der nordischen Mythologie. Es sind halbgöttlich-halbdämonische Nebelwesen.
Die Alfr stammen von Dwallin her (Edda, Lied vom Drachenhort, 25). Sie werden auch Rådande (die Waltenden) genannt.
Unterschieden werden von SNORRI Lichtalben (liosâlfar), die in Alfheimr leben, das bei Urds Brunnen an einer der Wurzeln Yggdrasils liegt, und die Döckalfar, Dunkel- oder Schwarzalben, die ihr Dasein unter der Erde führen. Diese sind schwärzer als Pech, jene schöner als die Sonne von Angesicht (Gylfaginning, 17).
Die Lichtalfen sollen dagegen auf Gimils Höhen wohnen, jenem Saal, der den Untergang (s. Ragnarökr) überdauern wird (Völuspa, 56), doch weiß das selbst der Har, den Gylfi befragte, nur von Hörensagen (Gylfaginning, 17).
Jakob GRIMM stellte einen Gegensatz von lichten und dunklen Elben fest, der dem auch in anderen Mythologien angenommen Dualismus von Himmel und Hölle ähnelt (Deutsche Mythologie, I., 368). GRIMM führte allerdings auch — anders als bei SNORRI zu lesen — eine mögliche Trilogie von Lichtelben, Dunkelalben (döckâlfar) und Schwarzelben (svârtalfar) an, wobei Schwarzelfen und Dvergr (Zwerge) einerlei seien. Für die Annahme einer solchen Aufspaltung der Alfr in drei Gruppen spreche, daß die Volkssage vielfach neben weißen und schwarzen von grauen oder braunen Unterirdischen spricht (ebd.).
Als König der Alfen wird der Wölundur bezeichnet (Völundarkvida, 30), bei Alberich ist dieser Titel bereits im Namen enthalten.