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| Germanische Mythologie | |
(Andvari, Andawari, der Vorsichtige) Ein Dvergr (Zwerg) der nordischen Heldensage. Er ist Sohn des Oïn.
Andwari mußte laut Spruch der Nornen in einen Hecht verwandelt am Wasserfall Andwarafors leben. Einmal fängt ihn Loki mit einem Netz, das der von der Meersgöttin Ran geborgt hatte. Der Gott fordert von ihm für seine Freilassung all sein Gold.
Andwari gab notgedrungen seinen Schatz heraus. Hätte er seine wunderbaren Ring Andwaranaut zurückbehalten dürfen, wäre aus dem neues Gold gewachsen. Loki nahm ihm aber auch dieses Kleinod ab und Andwari verfluchte den Schatz:
Das Gold soll,
das Gust hatte,
Brüdern zwein
bringen den Tod
und acht Fürsten
Fehde wecken;
niemanden nütze
mein Gut!
(Edda, Lied vom Drachenhort, 5)
Nun wieder ein Zwerg verschwand Andwari in einem Stein.
Auch Gylfaginning, 14 gibt das Gestein als Wohnort Andwaris an.
Später wird Andwaris Goldschatz zu dem aus dem Nibelungenlied bekannten Hort.
Diese Geschichte erzählt SNORRI auch in Skaldskaparmal, 62.