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| Germanische Mythologie | |
(Audumla, Audhumla, nord. die Milchreiche) In der nordgermanischen Mythologie die Urkuh der Urzeit. Audhumbla ist die Verkörperung der nährenden Kraft der Erde (BELLINGER, 58f.).
Audhumbla erschien vor Beginn der Weltwerdung als erstes Tier in der gähnenden Leere Ginnungagap, als dort beim Zusammentreffen von Eis und Feuer der Urreif taute. Audhumbla beleckte mit ihrer Zunge das salzige Eis, bis Buri daraus zum Vorschein kam (Gylfaginning, 6).
Das erste aller Lebewesen, Ymir, nährten die vier Milchströme aus Audhumblas Euter.
Vergleiche Audhumbla und engl. autumn (Herbst).
Eine Urkuh als Mutter der Welt kennt auch die indische Mythologie (Jakob GRIMM, Deutsche Mythologie III., 160).
> siehe auch den Stammbaum der Asen und Vanen