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| Germanische Mythologie | |
(nord. Bergbrüller) In nordgermanischer Mythologie ist Bergelmir ein Wasserriese und Stammvater der Jötunn. Bergelmir ist Sohn des Thrugdelmir und Enkel des Ymir (Aurgelmir, Edda, Wafthrudnirlied 29)
Als Ymir erschlagen worden war, konnten Bergelmir und seine Frau einen hohlen Baumstamm besteigen und sich dank diesem Boot als einzige Riesen vorm Ertrinken im Blutstrom des Ymir retten. Alle übrigen Riesen aus dem Geschlecht der Hrimthursar kamen darin um.
So wurde Bergelmir Urvater einer neuen Generation von Riesen, die als Jötunn bekannt sind. Sein Schicksal stellt ihn in eine Reihe mit vielen Fluthelden, die ein allgemeines Ertrinken überlebten. Andere sind der mesopotamische Utnapishtim, Deukalion und Pyrrha, auch Philemon und Baucis der griechischen Mythen, die Bibel kennt den Noah, der in der Arche der Sintflut entrann.
Bis zum Weltenende (siehe Ragnarökr) werden die Riesen den Göttern eingedenk dieser Tat feindlich gesinnt sein. Dann werden sie aus Hels Reich gegen Asgard stürmen.
Guido von List, der Gedanken von Helena Petrowna Blavatsky aufnahm, erkannte in der Gefolgschaft des Riesen Bergelmir die Atlantier wieder, die vierte von insgesamt sieben Wurzelrassen. (GOODRICK-CLARKE, 52)