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| Germanische Mythologie | |
(Bölverkr, Übelwirker) Ein Name des Odin. Odin nennt sich Bölwerkr, als er auszieht, den Skaldenmet zu gewinnen.
Odin hatte die neun Knechte des Riesen Baugi dazu gebracht einander umzubringen und an ihrer Stelle dem Baugi seine Dienste angeboten, wobei er sich dem Baugi als Bölwerkr vorstellte.
Nach Abschluß der Arbeit begehrte Bölwerkr seinen Lohn, einen Schluck von dem Met, den Suttung, der Bruder des Baugi, verwahrte. Suttung verweigerte solchen Trunk und Bölwerkr verlangte darum von Baugi, mit dem Bohrer Rati ein Loch in jenen Berg zu bohren, worin in einer Höhle der Met verborgen war. Baugi bohrte also, versuchte auch den Bölwerkr zu täuschen, doch wurde das Loch vollendet und Bölwerkr verwandelte sich in einen Wurm. So kroch er durch den Schacht zur Riesin Gunnlöd, der Tochter des Suttung, die in der Höhle den auf drei Gefäße aufgeteilten Met bewachte. Drei Nächte lag Bölwerkr bei Gunnlöd und trank nacheinander alle drei Gefäße leer, ehe er sich in einen Adler verwandelte und von hinnen flog, verfolgt von Suttung, der ebenso ein Adlerhemd besaß. Odin / Bölwerkr war aber schneller, spie den Met in Asgard in drei bereitstehende Gefäße und ließ von hinten nur jenen Teil des Metes fahren, den keiner haben will und der Trunk schlechter Dichter ist (Edda, Skaldskaparmal, 58).