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| Germanische Mythologie | |
(Disen nord., Pl. dis Frau) nordgermanische Allgemeinbezeichnung für Fruchtbarkeits- und Schicksalsgöttinnen, geisterhafte Frauen und Geburtshelferinnen; Schutzgeister der Männer in Frauengestalt. Ihren Schutzbefohlenen erscheinen die Disir in warnenden Träumen.
Zu den Disir gehören die Walküren und die Nornen.
Als dis der Vanen wird Freyja bezeichnet.
Als es für Geirröd ans Sterben geht, stellt Odin fest, das die Disen ihm abhold wurden (Edda, Grimnierlied 53).
Nach J. GRIMM sind die Disir den Idisi (altsächsisch Frau) gleich (Deutsche Mythologie I, 333). Nach dem ersten Merseburger Zauberspruch sind sie im Kampf zugegen ist. Idisi bereitet einerseits die Fesseln für Gefangene, andererseits löst sie Gefangenen die Fesseln.
Die Disen gelten als älteste weibliche Gottheiten. Sie trugen das magische Wissen, in das die asischen Götter erst eingeweiht werden mußten. So mußte Odin ein Ritual der Selbstopferung vollziehen, ehe im das Geheimnis der Runen zuteil wurde.