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 Germanische Mythologie
 
 

Egill

(Eigil, Egil) Er war Sohn eines Königs und jüngerer Bruder von Wölund (Wieland) und Slagfidr. Alle drei Brüder heirateten Schwanenmädchen, indem sie ihnen ihre Federkleider stahlen und sie so zur Ehe nötigten.

Egils Frau hieß Ölrun (auch Alirûna, Alraune), die des Slagfidr Swanhvita („Schwanweiß”) und die des Wölund Alwit (Alawiht, „Fremdwesen”). Als die Schwanfrauen nach neun Jahren Ehe ihre Kleider wiederfanden, flogen sie davon.

Eigil ist Vater des Isung.

Egil war ein berühmter Bogenschütze. Wie auch seinen Bruder Wölung verschlug es ihn an den Hof des Königs Nidung. Der zwang ihn dazu, dem eigenen Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen. Das gelang ihm, er hatte aber noch zwei weitere Pfeile im Köcher. Nidung fragte ihn nach deren Sinn und erhielt zur Antwort, diese Pfeile hätten ihm gegolten, sofern Egils Kind ein Leid geschehen wäre (vgl. die Sage von den antiken Sarpedon, Wilhelm Tell oder Olaf II. Haraldsson).

An Nidungs Hof half Egil seinem Bruder Wölund, der auf Geheiß der Königin gelähmt worden war. Egil schoß nämlich Vögel, aus deren Federn sich Wölund Flügel machte, mit deren Hilfe er schließlich entkam.