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 Germanische Mythologie
 
 

Fjalar und Galar

(Fialar, Fjalarr, Gjallar) Zwei bösartige Dvergr (Zwerge) der nordischen Mythen.
Fjalar gilt als Nachkomme des Dwalin.

Fjalar und sein Bruder Galar erschlugen den Kvasir, weil es sie nach dessen Weisheit gelüstete.
Kvasir war aus dem Speichel hervorgegangen, den die Asen und die Vanen nach Beendigung ihres Krieges als Zeichen der Versöhnung in ein Gefäß spuckten. Daraus formten die Asen den Kvasir, der in die Welt hinauszog und seine Weisheit lehrte. Einmal kam Kvasir zu Fjalar und Galar. Die erschlugen den Kvasir und machten aus ihm und Honig einen kräftigen Met, der einen jeden, der davon trinkt, zu einem Weisen oder Dichter macht. Den Asen, die den Kvasir vermissten, erzählten sie, Kvasir wäre vor lauter Weisheit geplatzt.
Nun luden Fjalar und Galar den Riesen Gilling und dessen Weib zu sich ein. Den Gilling ertränkten die Boshaften auf einem See, seine Gattin erschlug Galar mit einem Mühlstein. Der Brudersohn Gillings, der Riese Suttung, erfuhr von der Schandtat, drohte den Zwergen und erhielt zur Buße den köstlichen Met (Skaldskaparmal, 57).

 

Fjalar (Fialar, Fjalarr) heißt auch ein feuerroter Hahn. Er wohnt beim Eggdir in einem Kiefernbusch und sein Krähen gehört zu den Einleitungen von Ragnarök (Edda, Völuspa, 34). Dieses Krähen Fjalars wird in Walhalla der Hahn Gullinkambi aufnehmen und die bei Odin versammelten Einherier wecken (Völ., 35).