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| Germanische Mythologie | |
Garmr. In der nordischen Mythologie der riesige Hund der Totengöttin Hel und Dämon der Unterwelt.
Dieser erste der Hunde (Edda, Wafthrudnirlied, 42) bewacht am Fluß Gjöll den Eingang zur Unterwelt Hel, wo er die Grotte Gnipahellir (Gnupahöhle, überhängende Höhle) behaust (Völuspa, 41, Gylfaginning, 51).
Auf jeden, der hier ankommt, stürzt sich Garm, vieräugig und mit blutiger Brust. Beispielsweise begegnet Odin dem ihm heulend umkreisenden Hund, als er auf Sleipnir nach Nifelheim reitet (Balders Träume, 2f.).
Garm steht zu Ragnarök in Gegnerschaft zu den Asen und kämpft auf Seiten der Riesen. Dann wird er sich unter gräßlichem Geheule losreißen (Völ., 41) und in die Schlacht auf dem Feld Wigrid eingreifen, im Kampf mit Tyr finden beide den Tod (Gylf., 51).
Ähnlichkeiten finden sich zwischen dem Garm und dem Fenriswolf, vgl. auch den Managarm sowie die Wölfe Geri und Freki, Hati und Skalli.
Die griechische Mythenwelt kennt auch einen derartigen Höllenhund, den Kerberos (BELLINGER, 153).