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| Germanische Mythologie | |
(nord. geben, Gefinn) Eine nordgermanische Riesin bzw. Göttin des Glücks, Fruchtbarkeitsgöttin und Segenspenderin. Ihr Gatte ist Skjöldr. (BELLINGER, 156).
Gefion gehört zu den Asen. Zu dieser selbst unverheitrateten gehen alle, die unvermählt sterben (Edda, Gylfaginning, 35).
Die Asen zogen auf Landsuche nach Norden.
Ihnen voraus ging Gefjon und gelangte in das Reich des König Gylfi. Als fahrende Frau verkleidet erfreute sie den König mit ihrem Gesang. Der versprach ihr dafür soviel Land, wie sie an einem Tag mit vier Rindern pflügen konnte. Die vier Rinder waren aber die verwandelten Riesensöhne der Gefjon. Mit ihnen pflügte sie die gesamte Insel Seeland vom Festland ab. (Gylf., 1)
Lokis beschimpft Gefion beim Gastmahl des Ägir:
Schmuck schenkte
dir der schöne Knabe;
mit den Schenkeln umschlangst du ihn.
(Edda, Lokis Zankreden, 20)
Es ist dies vielleicht eine Anspielung auf eine Gegenleistung Gefjons an Gylfi.
Gefjon war sehr weise. Wie Odin kennt sie das Schicksal der Welt (Lokis Zankreden, 21).
Gefjon ist auch ein Beiname der Freyja. Das Pflügen der Furche um Seeland wird auch Nerthus zugesprochen.