| < zurück | |
| Germanen - Geographie und Geschichte | |
Ein König der Westgoten, geb. um 370, gest. 410 bei Consenza.
Unter Alarich fielen die Goten in Thrakien ein, drangen nach Makedonien und Griechenland und erreichten ab 401 Italien. Mitte August 410 gelang die Eroberung Roms, wo bei der Plünderung der Stadt auch der römische Staatsschatz den Goten in die Hände fiel.
Daraufhin zogen die Goten weiter nach Süditalien, wo Alarich verstarb.
Laut Jornandes, Kap. 30, bestatteten die Goten ihren König unter einem Fluß bei Consentia (Consenza), indem sie diesen erst abgruben und nach der Beerdigung wieder in sein Bett leiteten. (n. GRIMM, 499)
Nach mancher Vermutung könnte der Schatz der Goten, darunter der legendäre Gral, mit Alarich in jenem Fluß beerdigt worden sein. Bei dem Fluß soll es sich um den Busento handeln.
Ein weiterer König der Westgoten namens Alarich ist Alarich II., der von 484 bis 507 die Königswürde innehatte. Er unterlag 507 dem Franken Chlodwig, was das Ende des Tolosanischen Reichs der Westgoten bedeutete.