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 Deutschland - Uckermark
 
 

Chorin

(PLZ 16230) Ein Ort in der südlichen Uckermark im nördlichen Bundesland Brandenburg, nordöstlich von Eberswalde.

Von 1273 bis 1543 war Chorin Zisterzienserabtei. Die frühgotische Backsteinbasilika steht noch immer.

Aus Chorin heißt es, dort sei einmal ein Schatz der Jesuiten versteckt gewesen. Alle Jahre erschienen zwei Jesuiten, um nach dem Schatz zu sehen und einen Teil davon zu holen. Einmal war ihnen ein Amtsschreiber nachgegangen und fand heraus, daß die Jesuiten vor der eisernen Tür einige Worte sprachen, woraufhin die Tür aufsprang. Weil der Amtsschreiber für seine Heirat Geld brauchte, machte er dem Bruder seiner Verlobten den Vorschlag, mit ihm vom Schatz der Jesuiten zu holen. Der war einverstanden und bestieg hinter dem Schreiber den dunklen Gang. Sie kamen an die ersten Tür, welche auch wie erwartet aufsprang und erreichten eine zweite Tür. Auch diese sprang auf, aber sobald der Schreiber hindurch war, schlug sie wieder zu und sein Begleiter hörte nur entsetzlichen Lärm und Geschrei. Voller Furcht sagte auch er die Worte der Jesuiten, da sprang die Tür auf und er sah außer Fäßern voller Gold auch den in kleine Stücke zerhackten Schreiber der hatte wohl die Worte gehört, welche die Jesuiten vor der eisernen Tür sprachen, aber nicht, was sie dahinter sagten. Den anderen graute es und er sah zu, daß er rasch hinfortkam. (KUHN u. SCHWARTZ, 40)