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| Deutschland - Schleswig-Holstein | |
(PLZ 25524) Eine Stadt in Holstein und Verwaltungssitz des Landkreises Steinburg. Itzehoe (ausgesprochen itzeho) liegt an der Stör, einem Nebenfluß der Elbe, und hatte 1990 rund 32.000 Einwohner. Der Name Itzehoe, früher Ezeho, soll Eichengehölz in der (Fluß-)Biegung bedeuten.
Stadtrecht hat Itzehoe seit 1238, als Graf Adolf IV. von Holstein dem Ort das lübische (=Lübecker) Stadtrecht verlieh. Der Ort war wohl schon im zehnten Jahrhundert als Ansiedlung von Kaufleuten entstanden, die sich dort wegen der verkehrsgünstigen Lage (schiffbarer Fluß und Schnittpunkt dreier Landstraßen) niedergelassen hatten. Schon vorher war der Ort ein Stützpunkt des Karolingerreiches, seit dort 810 die Burg Eselfeld errichtet worden war, welche aber bald aufgegeben wurde und verfiel. Die Lage der Burg wird im Westen der Stadtrand an der Oldenburgskuhle vermutet.
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Am Lornsenplatz befindet sich das sog. Germanengrab, ein bronzezeitlicher Grabhügel. Bis 1856 wurde dieser Hügel als Richtstätte für den Bezirk der Burg und die Störmarschen benutzt.
Dieses Gotteshaus war schon vor der Stadtwerdung Itzehoes die Kirche einer benachbarten Siedlung, auf die 1303 das Itzehoer Stadtrecht ausgedehnt wurde und die seither Altstadt genannt wurde. In die Nähe der Laurentiuskirche wurde 1256 ein Zisterzienserinnenkloster verlegt.
Neben anderen Bauten ist in Itzehoe die kleine St.-Jürgen-Kapelle bemerkenswert. Diese gehört keiner Kirchengemeinde an, sondern wird von der Itzehoer Bürgerstiftung unterhalten, weshalb sie, anders als normale christliche Sakralbauten, von Christen zu besonderen Anlässen gemietet werden kann.
Ursprünglich stammt das Gotteshaus aus dem 13. Jahrhundert, Bauherr war Graf Adolf zu Schauenburg, der die Kapelle für heimkehrende Kreuzfahrer außerhalb der Stadt errichten ließ, weil jene häufig von der ansteckenden Lebrakrankheit befallen waren. 1657, im dänisch-schwedischen Kriege, wurde der Bau samt der übrigen Ortschaft niedergebrannt. Hernach wurde er im Stil des Spätbarock wieder aufgebaut.
Bei dem Bau handelt es sich um einen Fachwerkbau mit Tonnengewölbe, welches mit Szenen aus der Bibel bemalt ist. Die nordöstliche Tür zeigt ein Bild des mit dem Drachen kämpfenden St. Georg (=St. Jürgen).
Lohnend ist auch ein Besuch des Heimatmuseums Prinzeßhof.
Ein Briefträger soll in Itzehoe einmal für drei Tage verschwunden sein, ehe er wieder auftauchte und angab, er sei hinter dem Klosterkirchhof in eine Art anderer Dimension geraten, in welcher er eine ihm unbekannte Stadt namens Germania betreten habe, was man ihm aber später nicht recht glauben wollte. (MÜLLENHOFF Nr. 585, n. HUBRICH-MESSOW, 170f.)
Ehedem soll der Teufel in einem Wirtshaus in Itzehoe regelmäßig als Kartenspieler zu Gast gewesen sein. Einmal warf einer seiner Mitspieler seine Karten mit den Worten Gott verdammi auf den Tisch, woraufhin der Teufel durch ein nur nähnadeldickes Loch zum Fenster hinausflog. (SCHULZE, n. HUBRICH-MESSOW, 171)
Bei der Mühle in Nordoe nahe Itzehoe befindet sich die Knickenkuhle. Dorthinein soll einst ein Schloß versunken sein, als Strafe, daß man einer Sau das Abendmahl gereicht hatte. (MÜLLENHOFF Nr. 192, n. HUBRICH-MESSOW, 171)