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Ein historisches Land im Norden Deutschlands, Hauptstadt Schwerin.
Der Name Mecklenburg (gesprochen Meeklenburg, mit langem e) geht auf das althochdeutsche Wort michil, groß, zurück. Die namensgebende Michilinburg stand südlich der Stadt Wismar.
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
Frühgeschichtlich war das Gebiet von germanischen Völkerschaften besiedelt, darunter Langobarden und Semnonen. Nach deren Abzug rückten um 600 n. Chr. westslawische Wenden in das Gebiet ein, Obodriten und Lutizen. Nach deren großer Burg, der südlich von Wismar gelegenen Michelenburg, deren früheste bekannte Erwähnung in das Jahr 955 fällt, erhielt das Land Mecklenburg seinen späteren Namen. Christianisierung und Eindeutschung Mecklenburgs setzten mit der deutschen Ostsiedlung ein.
Die westlichen Teile Mecklenburgs schlug Heinrich der Löwe von Sachsen dem von ihm 1154 neu gegründeten Bistums Ratzeburg zu.
1164 eroberte Heinrich der Löwe von Sachsen das Gebiet Mecklenburgs bis an die Peene, jene schmale Meeresrinne, welche zwischen Festlandsküste und Usedom liegt.
Nachdem Heinrich der Löwe seine Herrschaft verloren hatte, errang der dänische König die Herrschaft über Mecklenburg, 1227 endete diese mit der Niederlage des Dänenkönigs Waldemar II. bei Bornhöved.
Schon 1203 war die Grafschaft Ratzeburg, welche Heinrich der Löwe 1142 aus dem Territorium der wendischen Polaben in Mecklenburg gegründet hatte, zwischen der Grafschaft Schwerin und dem wendischen Königshaus aufgeteilt worden. Letzeres Haus spaltete sich 1229 in vier Linien, Mecklenburg, Werle-Güstrow, Rostock und Parchim-Richenberg.
Im 14. Jahrhundert gewannen die wendischen Städte Wismar und Rostock durch ihre Mitgliedschaft in der Hanse erheblich an Macht und Geltung (1419 wurde in Rostock die erste Universität des Ostseeraums gegründet.
Um ihre Privilegien zu erhalten, die Einheit des Landes zu wahren und um ihren Einfluß zu sichern schlossen sich 1523 die mecklenburgischen Landstände zur Landständischen Union zusammen und sicherten sich durch diese geeinte Macht einigen Einfluß auf das Landesregiment.
1549 wurde Mecklenburg lutherisch.
1621 stimmten die Stände einer neuerlichen Teilung des Landes zu, nämlich in die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow.
1628 erhielt der kaiserlich-katholische Feldherr Wallenstein die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Güstrow, dazu das Bistum Schwerin zum Lehen, doch schon 1631 vertrieb Gustav II. Adolf von Schweden die Kaiserlichen und die Herzöge kehrten auf ihre Throne zurück.
1695 starb die Linie Güstrow aus, wodurch die Grenzen innerhalb des Landes erneut umstritten waren. Der Hamburger Vergleich von 1701 teilte Mecklenburg in die Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz.
Ein Mecklenburger Wappen aus dem späten 17. Jahrhundert illustriert die Vielfalt der Herrschaften, indem es deren Wappen zusammen darstellt.
Der Wiener Kongreß von 1814/1815 führte zur Erhebung der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz zu Großherzögen.
Beide Großherzogtümer traten nach Ende des Deutschen Bundes, welcher 1815 an die Stelle des 1806 aufgelösten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation getreten war, 1866 bzw. 1867 dem Norddeutschen Bund bei. 1868 wurden Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz Mitglieder des Deutschen Zollvereins, 1871 wurden sie Bestandteil des neugegründeten zweiten Deutschen Kaiserreichs.
Infolge des ersten Weltkrieges wurde 1918 die traditionelle Ständeversammlung abgeschafft, die Großherzogtümer wurden zu Freistaaten, 1919 Mecklenburg-Strelitz und 1920 Mecklenburg-Schwerin.
1934 wurden beide Landesteile zum Land Mecklenburg vereinigt.
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurde Mecklenburg 1945 von britischen, us-amerikanischen und sowjetischen Truppen besetzt. Die westlichen Truppen zogen sich jedoch zurück und das gesamte Mecklenburg wurde Teil der sowjetischen Besatzungszone. Unter diesem Regime wurde Mecklenburg Bestandteil des neugegründeten Landes Mecklenburg-Vorpommern, welches ab 1947 nur noch Mecklenburg hieß und während der Gebietsreform 1952 in neugebildeten Bezirken aufgelöst. Im Zuge des Beitritts der DDR zur BRD 1990 wurde das Land als Mecklenburg Vorpommern wiederhergestellt, von dem das alte Mecklenburg der größere, westliche Teil ist.
-- Artikel in sammelnder Vorbereitung --
In einer von den Gebr. GRIMM aus Mecklenburg mitgeteilten Sage heißt es, die Irrwische seien ehedem Landvermesser gewesen, welche die Grenzen trügerisch falsch gemessen hätten und darum nach ihrem Leben umhergehen und die Grenzen hüten müssen. (Deutsche Sagen Nr. 284)