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| Germanen - Stämme | |
(auch Sigambrer, Gambrivier) Ein germanischer Volksstamm, der zwischen Sieg und Lippe siedelte. 8 v. Z. wurden die Sugambrer vom Römer Tiberius unterworfen und mußten daraufhin am linken Rheinufer Behausung nehmen. Diese Umsiedlung nahm Tiberius vor, damit der unterworfene Stamm fortan einen Schutzwall zwischen römische besetztem Gebiet und freiem Germanien bildete.
Als der Einfall der Hunnen in Mitteleuropa die germanischen Stämme in Bewegung brachte, wanderten die Sugambrer ins Gebiet des heutigen Belgien und Nordfrankreich. Aus ihrem Stammesgebiet entstand das Königreich Austrien.
Bei den Sugambrern soll der Bär verehrt worden sein, den sie als Symbol der Diana Adruinna, der Göttin der Ardennen, in Ansehen hielten. (LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 225)
Aus dem Stamm der Sugambrer stammt das spätere Königsgeschlecht der Merowinger (LINCOLN, BAIGENT, LEIGH, 225). Wenn Gregor v. Tours Chlodwig, einen der Könige der Merowiger als stolzen Sugambrer bezeichnete, dann soll das allerdings weniger als historische Anmerkung, sondern als Erinnerung an einen tapferen Stamm zu verstehen sein (Lesermitteilung).