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 Deutschland - Uckermark
 
 

Wichmannsdorf

(PLZ 17291) Ein Dorf in der Uckermark.

Eine aus Wichmannsdorf mitgeteilte Sage weiß von einem Knecht, welcher bei Hetzdorf einmal nachts draußen bei den Pferden war Da bemerkte er einen Mann ohne Kopf, welcher sich an den Pferden zu schaffen machte. Der Knecht beobachtete das Treiben eine Weile, in der dritten Nacht wagte er die Frage, weshalb jener dort umgehe. Da antwortete der ihm, er sei einst ein Pferdedieb gewesen, der einen der Pferdehüter erschlaggen hatte und zur Strafe nun hüten helfen müsse. Da sagte der Pferdeknecht: „In Canaan in Galiläa ist eine Hochzeit, da ist unser Herr Jesus Christus, da sollst du auch sein!” Daraufhin verschwand der kopflose Mann und wurde nimmermehr gesehen. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 67)

Vom Pûkse heißt es in einer aus Wichmannsdorf und Wolfsburg mitgeteilten Sage, der sei zwei Mädchen erschienen, als die abends zur Bleiche gingen, um vergessenes Linnen zu holen. Da sahen sie einen grauen Streifen niedersausen, der sich am Boden als Pûks entpuppte, der das ganze Linnen aufwickeln und fortschaffen wollte. Die Mädchen riefen „en schwînsdreck, en schwînsreck”, woraufhin der Pûks seine Beute fallenließ, die Mädchen sich nachher aber lange waschen mußten, ehe der Gestank sie verließ. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 68,1)

In der Nähe von Wichmannsdorf soll ein Küster eines Abends die Glocken läuten wollen, da sah er in der Ecke am Turm einen Pûks mit roter Jacke und roter Kappe sitzen, der gerade in einem Buche las. Als der Küster auf das Wesen zuging, verschwand es. (KUHN u. SCHWARTZ, S. 68,2)

Andere Orte namens Wichmannsdorf sind neben Wichmannsdorf in der Uckermark Wichmannsdorf bei Grevesmühlen (PLZ 23966) und Wichmannsdorf bei Bad Doberan (PLZ 18230).